Über das Kochen

Eine gesunde Seele sitzt in einem gesundem Körper. Dieses alte Zitat aus dem Volksmund erinnert mich stets an Sokrates, der im alten Griechenland behauptete, das Kochen gehöre nicht zu den hohen Künsten, weil es keine höhere Weisheit liefert. Ich möchte erklären warum ich dies vollkommen anders sehe.

Unser Körper ist bis ins letzte Atom aus unserer Nahrung und der Luft, sowie den Getränken, die wir uns zuführen, gemacht. Daher sind wir aus der Nahrung gebildet, der Körper ist bis ins letzte Genom bildsam sagt Gottlieb Herder, was den Satz „ Du bist was du isst“ in ein vollkommen neues Rampenlicht stellt.

Durch Krebs und andere moderne Erkrankungen wie Bluthochdruck oder psychosomatische Leiden drückt der Körper oft einen Mangel aus. Unterschätzt werden in der Ernährung häufig Mineralstoffe wie Kupfer, Eisen, Selen, Zink, Zinn, Mangan und vor allem Vitamine. Führen wir uns gesunde Nahrung zu ist unser Körper belastbarer und resistenter, wir überstehen Krankheiten besser und fühlen uns wohler. Macht man den Test und ist morgens einen Apfel und am zweiten Tag ein Steak, stellt man schnell fest, dass der Apfel Energie spendet, während das Steak Energie nimmt. Eine indianische Lehre besagt, dass alles Vieh, das man speist, irgendwann einen selber speist und genau das passiert bei der Zuführung von zu viel Fleisch. Doch achten wir darauf qualitativ gutes Fleisch zu essen, so wird das Karma geringer, das wir uns durch Fleischnahrung zuführen. Das Tier hat weniger gelitten und muss im Tod, das heißt wenn es in der Geistwelt ist, weniger Karma klären.

Alle Vegetarier profitieren davon, kaum Karma durch ihren Körper und die post-mortem Verstrickung austragen zu müssen. Weil Pflanzen ihre Nahrung freiwillig spenden profitieren die Veganer am meisten, denn vegane Ernährung ist karmisch frei, das heißt sie müssen kein negatives Karma austragen, was die Gesundung aller Organe fördert.

In der Medizin spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. So ist Salat die Zehrung, die am meisten Energie im Menschen freisetzt. Essen sie im Sommer mal einen Salat, gerne mit Früchten und trinken sie dazu einen Liter frisches Wasser. Ihr Körper reagiert sofort und setzt viel positive Kraft frei. So ist aber der Sauerstoff den unserer Körper durch die Luft aufnimmt nicht zu unterschätzen. Die Abholzung der Wälder muss aufhören, denn Pflanzen setzen Sauerstoff frei, die wir Menschen, je mehr und mehr wir werden, vermehrt brauchen.

Aber auch das Wasser, dass wir trinken spielt eine Rolle. Wir sollten stets viel Wasser trinken, die Faustformel dabei lautet 30cl Leitungswasser pro Tag pro Kilogramm Körpergewicht. Davon ausgeschlossen sind alkoholische Getränke und Kaffee oder Tee. Wir brauchen Wasser und keine Verfremdungen des Wassers. Der Mensch ist ein Wesen des Wassers, so hat er einst geschwommen, da der Fische über den Affen zum Mensch mutiert ist. Ob die Aliens nun diese Mutation hervorgerufen haben oder nicht, fakt ist, der Erde ist ein Planet des Wassers. So ist unsere Chance Kolonien auf anderen Planeten zu gründen potentiell dort, wo viel Wasser in etwa der gleichen Temperatur wie der Erde beheimatet ist.

Der Körper ist eine Maschine die regelmäßig gewartet werden muss. So müssen wir zum Arzt und unsere Blutwerte kontrollieren und schauen, wie wir die Maschine wieder ans laufen bringen. Erinnern sie sich an ihre Jugend? An die Energie der Kindheit? Sie können diese Stadien wiedererlangen, alles ist möglich. Ihr Körper war damals voll von Energie und Schöpferkraft. Durch psychische Blockaden altern wir und werden immer langsamer. Aber steigen wir auf Energienahrung um und ernähren uns bewusst, hinterfragen das Bier und die Zigarette, steigen wir selbst wieder in ein höheres Kraftniveau. Das beste Obst und Gemüse ist natürlich das wildwachsende, denn es ist frei von Technik und voll mit Mikromineralien. Diese Mineralien wurden aus dem Supermarktgemüse und Obst weg gezüchtet. Alte Saaten sind schwer zu bekommen, aber befasst man sich mit dem Thema ist man erstaunt wie viele hunderte Paprikasorten es auf der Welt gibt. All diese Pflanzen wachsen um gegessen zu werden, aber wie andere Wesen auch, wollen sie frei sein. Denn Pflanzen haben Bewusstsein. Monokulturen zwängen die Pflanzen in ein Gefängnis, in dem sie sich nicht frei entfalten können, weil sie stets nur unter ihresgleichen sind und Symbiose und Mykorrhiza nur sehr eingeschränkt funktioniert. Wald- und Wiesengemüse ist viel Geschmacksintensiver als die 0815 Ware aus dem Supermarkt. Das ist logisch, weil sie mehr gesunde Stoffe beinhaltet, die sie zuvor aus dem Boden gezogen haben. Zerstören wir die Böden, wie es in der dritten Welt passiert, zerstören wir die Grundlage unseres Lebens: Die Muttererde. Zerstören wir das Wasser und die Luft so zerstören wir unseren Planeten. Sperren wir Tiere ein, so zerstören wir unseren Planeten ebenso und uns selbst zugleich. Massentierhaltung produziert Fleisch, voll mit Medikamentenrückständen und Stresshormonen. Speisen wir viel davon werden wir selbst zur Mastsau, die mit Stress und Medikamenten gequält wird.

Will man den Weg der Magie wählen, so ist eine gesunde reichhaltige Nahrung der erste Weg um spirituelle Energie zu bekommen. Der Magier fastet um bewusst zu werden, was er an der Nahrung hat. Der Weg der Askese führt zur Klärung des Geistes, denn nur ein geklärter Geist in einem gesunden Körper ist in der Lage, schwierige magische Gesetzmäßigkeiten zu verstehen und bewusst mit den arkanan Künsten zu haushalten. Der gesunde Magier will heilen, isst er von unheilem Vieh, so ist er selbst unheil. Lädt er sich zu sehr mit Stoffen wie Canabis, Kokain, oder anderen Drogen, so ist sein Geist nicht klar, weil sein Bewusstsein verzehrt ist. Klarheit führt zu spirituelle Energie und nicht der sonntägliche Gang in die Morgenmesse. Sucht man Gott, so sollte man ihn zuerst in sich selber suchen und sein kleines Reich passend einrichten.

Nahrung und Speise kann also spirituelle Energie fördern und heilen. Nahrung kann Medizin sein und Kochen ist Kunst. Speist sich der Geist richtig klärt sich Karma und der Körper wird nach und nach mehr und mehr von gesunder Speise verlangen. Irgendwann wird ihr Geist Sport und Bewegung an der frischen Luft fordern und sie dazu nötigen neue Gewürze aus dem Orient auszuprobieren. Irgendwann ist er kreativ.

Kochen kann also heilen und spirituelle Energie freisetzen, zudem als Kunst der Köchinnen dienen.

Ich plädiere deshalb Kochen als eine hohe Kunstfertigkeit einzustufen, die zur Weisheit führen kann. Weil sie den Geist frei macht für Weisheit und damit selbst Weisheit ist.