Eine Sammlung von Herzen

In meiner Sammlung,
dreiundfünfzig an der Zahl,
sammel ich braune, helle
fuchsig rote, blonde grelle
warme rote Herzchen ein

Wir küssten uns im Sonnenschein,
gingen in ein warmes Bett hinein,
wollten Werwölfe im Vollmond sein

Die Vampirin saugte zärtlich schmerzlich
roten Saft aus mir heraus,
Leben verließ mich sänftlich herzlich
küsste Frauen tagein, tagaus

Die eine kann ich nicht vergessen
mit einem Mädchenherze spielt man nicht,
sondern schreibt ihr a priori,
ein liebevolles Herzgedicht,

Die Eine zarte blonde milde Süße
die da lag mir einst zu Füße
die die mich doch so geschätzt,
dass sie sich deshalb selbst verletzt,
und Herzenssammler, hör mich sprechen,
sollten ihre Regeln brechen,
Das zarteste der Weibswesen
lehrt mich die Leviten lesen,
das arme kleine lieblich Kind erschrak,
weil ich andere Mädchen mag,
sie konnte es nicht mehr haben,
Herr ich will zum Himmel klagen,
dass sie so furchtbar litt,
sich deshalb die Halsschlagader schnitt

Und starb in rotem warmen Blut
mich packt der Selbsthass, Wut,
Mein Käfer ist mir fortgegangen,
wie kann ich zu  zurückgelangen?