Der verbotene Apfel

Eva und Lillith,

ein Streit entbrannt,

ein verbotener Pilz,

den Eva einst im Walde fand,

Adam der erste seiner Art,

fand den Pilz unterm Baum gewahrt.

Eine Schlange, ein verbotener Apfel,

und Eva trug des Mannes Frucht,

Pilz führt schnell zur Pilzes Sucht

Als sie biss, ganz saft und zart

tat sie als erste schlaue Tat

der Baum der Erkenntnis

er ist uns doch kein Fluch gewesen,

sondern eine Mutter, ein weiblich Wesen

Doch der Mensch so wie er ist,

ob Weib ob Mann, ob Kind ob Greis

dreht im Garten Eden seinen Kreis

Ich habe die Frucht einst gegessen,

bin dem Beispiel nachgerannt,

habe alleine unterm Baum gesessen,

dem Apfel bin ich zugerannt,

danach den Bogen mir gespannt,

ein Wild erlegt, ein roter Tod,

zerlegte ich beim weißen Mond

Und da ward Lillith, die Frau mit Klinge,

ein Acker der keine Früchte bringe,

und Adam der das Liedchen singe

und Eva war in ihrer Schlinge

Mann ist Mann und Mann bleibt Schwein,

er lässt die Frauen die Frauen sein,

Evas Frucht, die wächst gedeiht,

die die Erde vom Bösen freit,

Adam hat gepflanzt die Pflanze,

zeigt dem Kind beim Regentanze,

Äpfel, Birnen, wild Gemüs,

Birken, Borken, Beeren, Bären

um denn er muss die Welt ernähren

Tod ist Schicksal unserer Erde,

bevor ich jetzt zum Adam werde

und lebe wie der Mann der Bibel

lese ich ne Bio-Fibel

Jage mal ein Reh und mal ne Frau,

leb spartanisch in spartanisch Bau.

Denn ihm dem Zeuger unsrer Welt,

hat Gott der Weiber zwei gesellt,

Vater nimm die Schuld von mir,

denn ich habe die Äpfel verteilt

den Baum der Erkenntnis gespalten,

die Schlange gegrillt

und nun zum Schluss bin ich die Lillith,

kinderlos und ohne Liebe

Doch die Knospen voller Triebe.

Regen und Sonne, Mann und Frau,

wie Kaninchentag im Winterbau,

wie Silber und Gold,

wie Salz der Meere,

wie Kalk und Stein,

wie die Quintessenz und Lehre,

wie sein,

wie Göttin und Gott

nur klein.