Die Schandesnacht Teil 6

Rudolf spazierte auf dem Marktplatz herum und trinkt einen Glühwein.
Währenddessen beobachtet er die Menschen und träumt vor sich her.

Der Fettsack dort beim Metzgerstand,
Zum Glück bin ich nicht mit ihm verwand,
und sehe da Glühweinfrau,
mit der ekelhaften Warze im Gesicht,
In mir erlischt das letzte Licht,
dieser Pöbel hier im Weihnachtstau.
Ach es schneit schon weiße Flocken,
Diese Hure, dieses Miststück mit den Locken,
Jetzt sieht sie den Rettich von unten an,
Mein Intellekt, der stets gewann,
verurteilt all die Menschen hier.
Es stinkt nach Mundfäule, Schweiß und Bier,
sieh wie sie den Döner reißen,
und nach langem genüßlichem zerbeißen,
alles wieder aus sich Scheißen.
Hier im Land des hohen Standes,
kann jeder Hans und Horst,
jeder noch so dumme Narr,
leben wie Gott am Eifelturm,
drum frage ich, ist es denn wahr,
kommt irgendwann der Sturm?
Die Flut, die Erlösung,
die das Gesocks davonweht,
bald ist es um unser Land zu spät.