Die Schandesnacht Teil 5

In Heimen steckt ein Mörder ganz vergraben,

Die Sozialarbeiter sehen die Ärzte sich laben,

er mordet viel, er mordet gerne,

er hofft, dass er vom Morden lerne.

Er denkt ganz schnell, er denkt und denkt,

er glaubt an seinen Frauentraum,

und wenn er ihnen Liebe schenkt,

dann lieben Sie ihn kaum.

Er zahlt vom Erbe, bares Geld,

er hat genug, er kauft die Welt.

er nimmt das weiße Pulver schnell,

Seine Augen leuchten grell,

er trinkt die Flaschen,

grün, rot und Braun.

Und wenn er bricht den weißen Schaum

müssen andere seinen Schmerz verdauen.

Einst war er nicht gerissen,

hat hohe Tiere schwer beschissen.

Und so sprach ein Arzt in Kleidung weiß,

Die Geisteskrankheit ist dein Preis.

Nun sitzt er da im Raucherzimmer,

Und hört laut Sprachgewimmer.

„Rudolf, gib mir doch noch eine,

„Mann Harald, für dich habe ich keine“,

„Das weise Pulver das du ziehst,

ich werds dem Doktor melden, siehst,

du nicht wie ich hier leide an der Sucht,

du hast genug, warum ergreif’st die Flucht?

„Ich muss noch fahren in die Stadt“

„Ich bin dein Reden langsam satt,

„Musst hinaus? Hinaus zum Mädel?“

Ihr Haar sei schwarz gewesen,

wie ist sie denn? Ich fress den Besen.

Solch Egoist wie du,

Du sagst sie pflegt die Kuh.

„Sie ist ein Bauer, sie lebt auf dem Land,

in der Stadt ist sie nicht bekannt.

Doch nicht ihrer wegen fahr ich los

Ich muss zur Bank, ich brauche Mos.

Rudolf fährt in die Stadt.